Tief durchatmen – mit Clean[Air].

Die Sorge, sich in öffentlichen Verkehrsmitteln mit dem Corona-Virus zu infizieren, bewog zuletzt so manchen Bahnpassagier zum Umstieg aufs Auto. Der Gedanke ist nun Teil der Lösung, Fahrgäste wieder zurück auf die Schiene zu gewinnen. Dabei geht es um Mikrometer – und um ein Feld, auf dem sich eine Knorr-Bremse Gesellschaft ziemlich gut auskennt.

Wenn Virologen ein prägnantes Bild suchen, um Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie zu beschreiben, landen sie schnell beim Schweizer Käse: Werden drei Scheiben übereinander gelegt, haben womöglich die ersten beiden an gleicher Stelle ein Loch. In der dritten Scheibe liegen die Löcher aber woanders – durchgucken kann jetzt niemand mehr. Dieses Schweizer-Käse-Bild lässt sich auch anderswo treffend zeichnen. Zum Beispiel, wenn es um effektiven Schutz vor Viren und Pathogenen in Zügen geht.

clean[air]-Konzept für saubere und sichere Luft in Zügen

Schon lange vor der Pandemie fragten Länder der ehemaligen Sowjetunion, China und einigen Staaten des Nahen Ostens nach Systemen für saubere und sichere Luft in ihren Schienenfahrzeugen. Kulturelle Aspekte spielten dabei ebenso eine Rolle wie die teils bedenkliche Luftverschmutzung in boomenden Industriezonen oder der gesundheitsschädigende Staub in Wüstenregionen.

Viele der Technologien, die die Knorr-Bremse Tochter Merak als Weltmarktführer für Schienenfahrzeug-Klimasysteme entwickelte, spielen ihren Mehrwert jetzt auch gegen SARS-CoV-2 und vergleichbare Pathogene aus.

Mit dem clean[air]-Konzept hat Merak diese Technologien nun zu einem integrierten Konzept aus drei Schichten kombiniert. Das „Sahnehäubchen“ dabei: Bei entsprechend implementierter Funktionalität können Fahrgäste die Luftqualität via Smartphone-App in Echtzeit einsehen.

Die erste Schicht: optimierte Luftverteilung

Die geschickte Mischung von zirkulierender Luft im Zug und (kälterer) Frischluft ist bei Merak nicht neu. Ursprünglich zielte das „Free-Cooling“ auf den gesenkten Energieverbrauch der Klimasysteme ab. Doch die dahinterstehende Logik lässt sich unkompliziert nachrüstbar nutzen, um die Luftqualität in den Wagen und Abteilen deutlich anzuheben: Einerseits durch eine erhöhte Frischluftzufuhr, die zu verbesserter Luftqualität führt. Andererseits, indem die Einblasung der Luft durch die Abteildecke geschieht – und die Absaugung durch die Abteilböden. So reduziert der Luftstrom von oben nach unten die Ansteckungsrisiken nah beieinandersitzender oder stehender Passagiere.

Die zweite Schicht: Luftfilter

Im Merak-Portfolio befinden sich Langzeitfilter und elektrostatische Filter, die Partikel von unter 30 Mikrometern (µm) mit einer Wirksamkeit von über 99 Prozent abscheiden können. Dazu gehören auch Aerosole, die SARS-CoV-2-Viren transportieren können. Das Leistungsniveau der Filter ist vergleichbar mit jenem von Hocheffizienzfiltern. Beim clean[air]-Konzept bilden diese – im Übrigen ebenfalls unkompliziert nachrüstbaren – Filter die zweite Schicht.

Die dritte Schicht: Luftreiniger

Schließlich steht in Form von Luftreinigern eine schlagkräftige Option zur Verfügung, Erreger nicht nur abzuscheiden, sondern auch zu neutralisieren. Ionisierende Technologie, UV-C-Strahlung und elektrische Nahfelder gelten gegen über die Luft verbreitete Erreger am effizientesten. Auch an dieser Stelle bringt Knorr-Bremse langjährige Erfahrung mit: Bereits im Jahr 2009 verbaute Merak erstmals Klimasysteme mit UV-C-Lampen in russischen Hochgeschwindigkeitszügen, später auch in Nahverkehrszügen.